Niederländer wählen wegen Corona in Kirchen und auf Friedhof

Wegen der Corona-Pandemie haben die Niederländer für die Parlamentswahl Wahllokale an ungewöhnlichen Orten eingerichtet – so in Kirchen, in einem ehemaligen Gefängnis und auf einem Friedhof.

Die Corona-Pandemie ist auch für Wahlen eine Herausforderung. Um die Distanzregeln einhalten zu können, finden die Parlamentswahlen in den Niederlanden an ungewohnten Orten statt. So wurden die Wahllokale in Kirchen, Gefängnissen und auf Friedhöfen eingerichtet.

Ein Wahllokal öffnete zum Beispiel in der Neuen Kirche in Delft, in der sich die Gruft der Königsfamilie befindet und das Grabmal des niederländischen Nationalhelden Wilhelm von Oranien (1533-1584). In Den Haag wählte etwa der grüne Spitzenkandidat Jesse Klaver im Kunstmuseum mit zentralen Werken des abstrakten Malers Piet Mondrian.

In Utrecht gaben Wähler ihre Stimme in einem Friedhofsgebäude ab, in Arnheim in einem ehemaligen Gefängnis. Eine Umfrage hatte ergeben, dass trotz Corona mit einer ähnlich hohen Wahlbeteiligung wie vor vier Jahren gerechnet werden kann, etwa 82 Prozent. (sda/no)