Krieg im Nahen Osten

Neue Hoffnung auf Waffenruhe im Gaza-Krieg

Israel und die Hamas sollen laut Medien wieder direkt über die Freilassung der verbliebenen 100 israelischen Geiseln verhandeln. Beide Seiten geben sich optimistisch.

Im Gaza-Krieg mehren sich nach monatelangem Stillstand Hinweise auf einen diplomatischen Durchbruch. Laut Medienberichten soll eine israelische Delegation in Katar mit der Hamas über einen Austausch der rund 100 israelischen Geiseln gegen inhaftierte Palästinenser verhandeln.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz sagte im Parlament, eine Vereinbarung mit der Hamas sei «näher denn je». Ein Vertreter der Islamistenorganisation äusserte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur vorsichtig optimistisch.

Hoffnungen auf eine Waffenruhe und Austausch von israelischen Geiseln gegen palästinensischen Häftlingen wurden zwar schon mehrmals enttäuscht. Nachdem das «Wall Street Journal» kürzlich gemeldet hatte, die Hamas sei jetzt zu einer Vereinbarung bereit, geben nun aber auch Berichte der «Times of Israel», des israelischen TV-Senders Channel 12 und der US-Nachrichtenseite «Axios» über die israelische Delegation in Katar Anlass zu neuer Hoffnung.

Katar bemüht sich zusammen mit den anderen Vermittlern USA und Ägypten seit Monaten um eine Beendigung des Krieges. Vorerst gehen die Kämpfe im mittlerweile grossflächig zerstörten Gazastreifen jedoch weiter. Angesichts der Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz im Libanon verlegt die israelische Armee nach eigenen Angaben zudem einen Teil ihrer Truppen aus dem Süden des Nachbarlands jetzt nach Gaza.

Unterdessen flog die israelische Luftwaffe nach Angaben von Aktivisten erneut auch im benachbarten Syrien schwere Angriffe. Dabei seien in der Nacht zum Montag mindestens 36 Menschen verletzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien mit.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad am 8. Dezember durch eine Rebellenallianz unter Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) hat Israel seine Angriffe in Syrien massiv ausgeweitet. Bis zu 80 Prozent der militärischen Kapazitäten des Landes wurden nach Angaben der Armee zerstört. Erklärtes Ziel Israels ist es, dass das Waffenarsenal nicht in die Hände von Islamisten fällt, die in Damaskus nun die Macht übernommen haben. (sda/ pef)

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