Nationalsozialismus
Neuer Zugang zu Leben und Werk von jüdischen Autoren
Am Montagabend geht ein neues Archiv über jüdische Autorinnen und Autoren online, die nach 1933 im nationalsozialistischen Berlin unter den Bedingungen antisemitischer Ausgrenzung und Verfolgung lebten und arbeiteten.
Das «Digitale Archiv jüdischer Autorinnen und Autoren in Berlin 1933-1945» (DAjAB) entstand in zehnjähriger Arbeit an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Es verfüge über Tausende bisher unbekannter oder unerforschter Texte, teilte die Hochschule mit.
Das Portal umfasse derzeit rund eine Million Informationen. Neben detaillierten biografischen Angaben zu den Personen würden deren vielfach nach 1945 nicht wieder aufgelegten Bücher, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge und ausgewählte Sekundärliteratur aufgeführt. Auch mehr als 4000 digitalisierte Werke aus den Jahren 1933 bis 1945 sowie Originaldokumente und Nachlassmaterialien, Fotografien und Interviews befänden sich in dem Archiv.
Das DajAB verstehe sich als Beitrag zu einer lange vernachlässigten kultur- und literaturgeschichtlichen Grundlagenforschung. Damit werde den in der NS-Zeit in Berlin lebenden Autorinnen und Autoren und ihren Werken wieder eine Stimme gegeben. (epd/ hz)