Somalia

Nach Flut droht Hungersnot

Somalia erlebt nach einer Dürre gerade eine Jahrhundertflut. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen warnt vor der grössten Hungerkrise seit über einem Jahrzehnt.

Nach heftigen Regenfällen Anfang November traten in Somalia mehrere Flüsse über die Ufer. Laut dem somalischen Katastrophenministerium sind knapp eine Million Menschen von den Überflutungen in mehreren Gegenden von Somalia betroffen.

Etwa eine halbe Million Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. «Die Überschwemmungen, die direkt auf die Dürre folgen, sind weitere Klimaschocks für die betroffenen Familien», erklärte die stellvertretende WFP-Länderdirektorin für Somalia, Laura Turner, in der Hauptstadt Mogadischu.

Laut den Vereinten Nationen (UN) könnten bis Dezember rund 1,6 Millionen Menschen betroffen sein. Möglich sei der Verlust von 1,5 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Gemeinden kämpften um die Rettung ihrer Häuser, ihres Viehs und ihrer Ernten. Das WFP befürchtet, dass darauf die grösste Hungersnot in Somalia seit einem Jahrzehnt folgen könnte. (epd/ dst)