Rüstung
Militärausgaben auf neuem Höchststand
2025 haben die weltweiten Militärausgaben zum elften Mal in Folge zugenommen. Insgesamt investierten Staaten 2,89 Billionen US-Dollar in ihre Streitkräfte, wie das Friedensforschungsinstitut Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders stark legten die Ausgaben in Europa zu. Europäische Staaten erhöhten ihre Militärbudgets um 14 Prozent auf 864 Milliarden US-Dollar. Die 29 europäischen Nato-Mitglieder investierten zusammen 559 Milliarden US-Dollar. Deutschland verzeichnete mit 114 Milliarden US-Dollar die höchsten Ausgaben in dieser Gruppe und liegt weltweit auf Rang vier.
Forschende führen den Anstieg auf das Streben nach mehr europäischer Eigenständigkeit und wachsenden Druck aus den Vereinigten Staaten zurück. Gleichzeitig blieben die USA trotz eines Rückgangs um 7,5 Prozent mit 954 Milliarden US-Dollar das Land mit den höchsten Militärausgaben.
Der Rückgang in den USA hängt laut Sipri damit zusammen, dass 2025 keine neue Militärhilfe für die Ukraine beschlossen wurde. In den drei Jahren zuvor hatten die USA dafür insgesamt 127 Milliarden US-Dollar bewilligt. (epd/ hz)