Migrantinnen fühlen sich häufiger diskriminiert
Die Umfrage «Zusammenleben in der Schweiz» stützt sich auf eigene Angaben der Befragten. Während über alles gesehen knapp jede dritte Person sich als Opfer von Gewalt oder Diskriminierung bezeichnete, waren es in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund 40 Prozent.
Laut der Fachstelle für Rassismusbekämpfung sind die Indexe zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stabil geblieben. Die negativen Einstellungen gegenüber Gruppen und Minderheiten nähmen weiter leicht ab.
Negative Stereotype insbesondere gegenüber Muslimen und Musliminnen sowie gegenüber Juden und Jüdinnen hielten sich aber hartnäckig. 60 Prozent der Bevölkerung seien der Ansicht, dass Rassismus ein ernstzunehmendes und aktuelles Problem sei. Rund jede dritte Person ist der Ansicht, dass die Massnahmen gegen Rassismus nicht genügen.
Das sind tendenziell mehr Menschen im Vergleich mit früheren Umfragen. Jüngere Leute waren häufiger der Meinung, dass gegen Rassismus mehr getan werden müsse. In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen waren in der jüngsten Erhebung knapp die Hälfte dieser Auffassung.
Erstellt wurde die Umfrage vom Bundesamt für Statistik, im Auftrag der Fachstelle für Rassismusbekämpfung und dem Staatssekretariat für Migration (sda/pef)