Auf der Traktandenliste der Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) standen verschiedene Fragestellungen zur Zukunft der Kirche. Vier Distriktsvorsteher stellten in einem Bericht die Frage, ob die Kirche ein Denkmal oder eine Bewegung (monument ou mouvement) sei.
Ausserdem orientierte der Vorstand die Delegierten über die Weiterentwicklung der Strategie der Kirche. Konkrete Anträge an die Konferenz sollen erst im nächsten Jahr folgen. Das rief bei den Delegierten keine Begeisterung hervor: Sie fühlten sich «nicht mitgenommen», wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Die Meinungsbildung sei bislang zu kurz gekommen. Der Vorstand versprach, diese Kritik aufzunehmen. In den kommenden Monaten sollen deshalb regionale Veranstaltungen stattfinden.
Die Herausforderungen der Zukunft
Am Samstag liessen sich die Delegierten von Zukunftsforscher Andreas Walker inspirieren. Dieser machte in seinem Einführungsreferat klar: Es geht um die Suche nach dem Nachhaltigen und Zukunftsfähigen, das Menschen nicht nur gut finden und erwarten, sondern wofür sie sich auch gerne engagieren. Das sei besonders in der deutschsprachigen Kultur Mitteleuropas wichtig, wo der Skeptische gemeinhin als klüger angesehen werde als die Hoffnungsvolle. Walker ortete nebst der gestiegenen Lebenserwartung auch die digitale Transformation als grosse Herausforderung für die Gesellschaft.
Im Anschluss an seine Ausführungen diskutierten die Delegierten im Rahmen eines «World-Cafés» Weichenstellungen für die Zukunft der EMK. (ku)