Zürich

Mehr Geld für die Sicherheit jüdischer Organisationen

Stadt und Kanton Zürich verdoppeln erneut den Beitrag, den der Bund für die Sicherheit besonders gefährdeter Minderheiten zur Verfügung stellt. Vier jüdische Organisationen erhalten somit insgesamt 700’000 Franken für ihre Sicherheits­massnahmen.

Der Bund habe der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich, der Israelitischen Religionsgesellschaft Zürich, der Jüdischen Gemeinde Agudas Achim Zürich und der Talmud Toire Primarschule Zürich für dieses Jahr insgesamt 350'000 Franken zur Verfügung gestellt. Stadt und Kanton Zürich würden nun ebenfalls 350'000 Franken bezahlen, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung vom 22. Januar schreiben.

Bereits im vergangenen Jahr verdoppelten Stadt und Kanton den Beitrag des Bundes. Gestützt auf eine Verordnung stellt der Bund jeweils besonders gefährdeten Minderheiten Geld für konkrete Sicherheitsprojekte zur Verfügung.

Mit einer neuartigen Form von Bedrohung war die Jüdische Liberale Gemeinde Or Chadasch in Zürich vor wenigen Tagen konfrontiert (ref.ch hat berichtet). Unbekannte kaperten am Sonntag eine Online-Veranstaltung der Gemeinde und überschwemmten sie mit Hakenkreuzen, Hitlerbildern und Pornografie. Die Gemeinde erstattete Anzeige. (sda/mos)