Mittelmeer

Mehr als 100 Migranten aus Seenot gerettet

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat am Sonntag mehr als hundert Flüchtlinge aus dem Mittelmeer geborgen. Darunter waren eine schwangere Frau und sieben Kleinkinder.

Die Überfahrt von der Türkei nach Italien endete für mehr als hundert Migrantinnen und Migranten glimpflich. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen rettete die Menschen am Sonntag aus Seenot. Italiens Leitstelle für Seenotrettung habe der Crew der «Geo Barents» das Boot in der italienischen Such- und Rettungszone gemeldet, teilte die Organisation mit. Die geretteten Menschen hätten fünf Tage zuvor an der türkischen Küste abgelegt.

Die «Geo Barents» setzte nach der Rettung laut eigenen Angaben Kurs auf Italien. Das Mittelmeerland ist hauptsächlich der Ort, in denen die Hilfsorganisationen einen sicheren Hafen für Gerettete erhalten. In diesem Jahr zählte das Innenministerium des Landes bislang rund 50’000 in Booten angekommene Migranten. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es mit etwa 35’000 deutlich weniger. Oft machen sich die Menschen von Italien aus weiter auf in andere EU-Länder.

In Italiens laufendem Wahlkampf ist Migration vor allem für die rechten Parteien ein wichtiges Thema. Laut Umfragen könnte es bei der Parlamentswahl am 25. September für eine Mitte-Rechts-Allianz mit der rechtsextremen Partei Fratelli d'Italia als stärksten Kraft für den Sieg reichen. Für die Hilfsorganisationen könnte das deutliche Folgen haben, denn die Partei will Anlandungen von Migranten-Booten verhindern. (sda/dpa/no)