Luzerner Synodalrat empfiehlt Ja zum Personalgesetz

Am 9. Dezember stimmen die Luzerner Reformierten über das neue kirchliche Personalgesetz ab. Ein Referendum wollte verhindern, dass Pfarrpersonen künftig nicht mehr durch das Volk gewählt werden.


Der Synodalrat der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat sich einstimmig für das neue Personalgesetz ausgesprochen. Abgesehen von der Pfarrwahl durch das Volk sei das Personalgesetz unbestritten, schreibt der Synodalrat am 12. November und verweist auf die Annahme in der Synode Ende Mai 2018.

Beim Auswahlverfahren neuer Pfarrpersonen sei die Mitbestimmung der Gemeindemitglieder auch künftig gewährleistet. Mit dem neuen Gesetz würden weiterhin die Ausstrahlung und die Kompetenz der Pfarrpersonen das Leben in den Kirchgemeinden prägen. Weiter argumentiert der Synodalrat, dass die Anstellung durch den demokratisch gewählten Kirchenvorstand das Bewerbungsverfahren verkürze und dass das neue Personalgesetz Konflikte und Arbeitnehmerschutz klarer regle.

Pfarrkapitel lehnt ab

Anders sieht das Pfarrkapitel Luzern die Sache. In einer Stellungnahme bittet es die Stimmberechtigten zu bedenken, dass die Pfarrwahl durch die Gemeindemitglieder ein Kernelement der reformatorischen Erkenntnis sei. Weil die Volkswahl abgeschafft wird, lehne das Pfarrkapitel das neue Personalgesetz ab.

Ende Mai hatte Synode das neue Personalgesetz mit 35 zu 15 Stimmen verabschiedet. Die Abschaffung der Volkswahl wurde schon im Vorfeld kontrovers diskutiert. Die Gegner beanstandeten, dass eine Aufhebung der Volkswahl undemokratisch sei und die freie Verkündigung der biblischen Botschaft gefährde. Das Komitee «Pro Volkswahl – Nein zum Personalgesetz» ergriff das Referendum. (pd)