Luzerner schaffen Volkswahl der Pfarrer ab

Die Synode der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat das kirchliche Personalgesetz in zweiter Lesung angenommen. Noch im Februar hatte das neue Gesetz für Kontroversen gesorgt.


Das reformierte Kirchenparlament Luzerns hat am 30. Mai ein neues Personalgesetz mit 35 zu 15 Stimmen angenommen. Somit werden Pfarrerinnen und Pfarrer der Luzerner Kantonalkirche künftig nicht mehr vom Volk, sondern vom Kirchenvorstand eingestellt und entlassen.

Mit der Annahme der zweiten Lesung sei die Voraussetzung geschaffen, dass das kirchliche Personalgesetz in Kraft treten könne, schreibt die Landeskirche in ihrer Mitteilung.

Im Februar wehrten sich einige Pfarrerinnen und Pfarrern gegen das neue Personalgesetz. Das Pfarrkapitel wandte sich mit einem «dringlichen Appell» an seine Mitglieder. Dennoch genehmigte die Synode in der März-Sitzung das Gesetz in erster Lesung.

2017 war ein «Normaljahr»

Weiter genehmigte die Synode in ihrer Sitzung die Jahresrechnung 2017 mit einem Verlust von rund 22’000 Franken. Christian Marti, zuständiger Synodalrat für das Ressort Finanzen, nannte 2017 ein «Normaljahr». Der Aufwandüberschuss sei bei der soliden Finanzlage der Landeskirche in die reguläre Bandbreite einzuordnen, wird Marti in der Mitteilung zitiert. (pd)