Luzerner Personalgesetz kommt vors Kirchenvolk

Das Referendum gegen das neue Personalgesetz der reformierten Kirche Luzerns ist zustande gekommen. Ein Komitee hat über 1'000 Unterschriften gesammelt und dem Synodalrat übergeben.


Das Komitee «Pro Volkswahl – Nein zum Personalgesetz» hat gemäss eigenen Angaben 1’099 Unterschriften für sein Referendum gesammelt. Nötig waren 500. In seiner Mitteilung spricht das Komitee um Präsidentin Verena Marti und Pfarrer Karl Däppen von einem grossen Interesse des reformierten Kirchenvolks am Referendum.

Die Unterschriftensammlung wurde am 25. Juli dem Synodalrat überreicht. Ein genauer Termin für die Volksabstimmung werde so rasch wie möglich festgelegt, schreibt Synodalrätin Ursula Stämmer-Horst auf Anfrage von ref.ch.

Arbeitsbedingungen im Pfarramt

Das neue Personalgesetz sieht vor, dass Pfarrerinnen und Pfarrer der Luzerner Landeskirche ab dem 1. Januar 2019 nicht mehr vom Volk, sondern vom Kirchenvorstand eingestellt und entlassen werden.

Ende Mai hatte die Synode ein neues Personalgesetz mit 35 zu 15 Stimmen verabschiedet. Die Abschaffung der Volkswahl wurde schon im Vorfeld kontrovers diskutiert. Die Befürworter argumentierten, das Gesetz schaffe zeitgemässe Arbeitsbedingungen für Pfarrpersonen. Die Gegner beanstandeten, dass eine Aufhebung der Volkswahl undemokratisch sei und die freie Verkündigung der biblischen Botschaft gefährde. (pd)