Luzerner Religionswissenschaftlerin erhält Fritz Stolz-Preis
Viel Ehre für die Religionswissenschaftlerin Anne Beutter von der Universität Luzern. Für ihre Dissertation «Recht und Zugehörigkeit» erhält sie den Fritz Stolz-Preis der Schweizerischen Gesellschaft für Religionswissenschaft (SGR/SSSR). Bereits im vergangenen Jahr war Beutter für dieselbe Arbeit mit dem Dissertationspreis der Universität Luzern ausgezeichnet worden.
In ihrer Studie, die im November in Buchform erscheint, geht es um die Wechselwirkungen zwischen Religion, Recht und Zugehörigkeit, wie es in einer Mitteilung der Universität Luzern heisst. Um diese aufzuzeigen, wählte Beutter das Beispiel der presbyterianischen Kirche im Ghana der 1950er Jahre, das damals britisches Kolonialgebiet war. Grundlage der Studie bildeten bisher unerforschte Protokollbücher der Sitzungen von Ältestenräten, der Basis der Kirchenhierarchie.
Beutters «brillante und stringente» Untersuchung behandle eine Kernfrage der aktuellen Religionswissenschaft im Spannungsfeld zwischen Recht und Religion, heisst es in der Begründung der Jury. Ihre Arbeit zur Erforschung von Missionskirchen und aussereuropäischem Christentum trage dazu bei, eine «eklatante Forschungslücke» zu schliessen.
Die SGR/SSSR vergibt den Fritz-Stolz-Preis jährlich für hervorragende Arbeiten im Bereich Religionswissenschaft. Die Auszeichnung geht in ungeraden Jahren an Masterarbeiten und in geraden an Dissertationen. Dotiert ist die Auszeichnung mit 1000 Franken für Master- und mit 2000 Franken für Doktorarbeiten. Fritz Stolz (1942–2001) war ein einflussreicher Religionswissenschaftler und Mitbegründer der SGR/SSSR. (no)