Luzerner Reformierte feiern das Reformationsjubiläum

Die reformierte Kirchgemeinde Luzern feierte am 1. Juli anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation – mit Musik, Tanz, Graffiti und diversen Ehrengästen.

Synodepräsident Fritz Bösiger (r.) und seine Frau mit Daniel Huber (2.v.l.), Präsident der Teilkirchgemeinde Stadt Luzern. (Bild: Regina Hauenstein)

Buntes Treiben trotz durchzogenem Wetter im und vor dem Lukaszentrum nahe des Bahnhofs Luzern: Am Samstag war einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum in der Stadt. Ein Glanzlicht bildete das Konzert des Musikers Linard Bardill mit einem eigens dafür zusammengewürfelten Chor von Kindern aus der ganzen Kirchgemeinde. Ein Ad-hoc-Gospelchor, die Breakdance-Gruppe «Dirty Hands» und ein Spraykurs für Jugendliche und Junggebliebene unterhielten die Besucher, neben zahlreichen anderen Angeboten. Auch ein Kerzenritual gehörte zur gemeinsamen Feier, die unter dem Motto «Feuer und Flamme» stand. Bis tief in die Nacht bewirtete die «Zwingli-Wirtschaft» ihre Gäste.

Bewegte Woche in der Landeskirche

Zu den Ehrengästen gehörte der neue Synodepräsident der Luzerner Landeskirche, Fritz Bösiger. Er war erst am vergangenen Mittwoch von der konstituierenden Synode gewählt worden. In einer bewegenden Antrittsrede hatte Bösiger vor den Synodalen nicht nur an das Reformationsjubiläum, sondern auch an den Ufhuser Bauernführer Fridli Bucher erinnert, der 1653 öffentlich hingerichtet worden war. Unter den Zuhörern sassen die neu gewählten Luzerner Synodalräte Ulf Becker, Christian Marti und Daniel Rüegg, die voraussichtlich die Ressorts Theologie, Finanzen und Diakonie übernehmen werden.