Synode

Luzerner Kirche rechnet mit Corona-Minus

Die Pandemie verursacht Kosten, das schlägt sich auch im Budget der Luzerner Kirche für 2022 nieder. Noch bereitet das den Verantwortlichen keine grossen Sorgen. Es könnten aber weitere Ausgaben auf die Kirche zukommen.

Die Luzerner Synode hat das Budget 2022 genehmigt, es sieht ein Defizit von knapp 50'000 Franken vor. Dieses Minus sei aber während der Corona-Krise vertretbar, auch wegen der Ertragsüberschüsse der letzten Jahre und des gesunden Eigenkapitals, so der zuständige Synodalrat Norbert Schmassmann in einer Medienmitteilung vom 18. November.

Die Reformierte Kirche Kanton Luzern rechnet weiterhin mit Mehrausgaben aufgrund der Corona-Pandemie. «Die sozial-seelsorgerlichen und wirtschaftlich-finanziellen Auswirkungen der Pandemie sind nicht ausgestanden und ein Zeithorizont lässt sich nicht absehen», hielt Schmassmann fest.

Mitgliederschwund

Ausserdem müsse man die Entwicklung der Steuererträge vorsichtig einschätzen wegen des Rückgangs der Anzahl Mitglieder. Die Statistiken zeigen, dass die Mitgliederzahl der Luzerner Kirche von 42‘533 im Jahr 2015 auf 40‘230 Mitglieder im Jahr 2020 um 5,4 Prozent abgenommen hat.

Die Synode hat zudem zwei neue Mitglieder in Pflicht genommen. Pfarrerin Marie-Luise Blum und Michaela Bühler sind neu in der Synode. Sie ersetzen zwei Synodale, die in den Synodalrat gewählt wurden.

Sursee macht den Anfang

Weiter hat die Synode die neue Kirchgemeindeordnung der Reformierten Kirche Sursee genehmigt. Aufgrund des neuen Organisationsgesetzes müssen alle Luzerner Kirchgemeinden bis im Sommer 2022 ihre Kirchgemeindeordnungen anpassen und erlassen. Die Synode muss diese dann prüfen. Die Kirchgemeinde Sursee hat damit nun den Anfang gemacht. (mos)