Gesundheit

Bundesrat erarbeitet Strategie gegen Long Covid und ME/CFS

Betroffene von Long Covid kämpfen oft um Anerkennung. Die Politik will nun handeln.

Nach dem Nationalrat hat nun auch der Ständerat eine Motion angenommen, die einen nationalen Aktionsplan gegen Long Covid und Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) fordert. Von der neuen Strategie sollen auch Menschen profitieren, die mit Langzeitfolgen der Covid-Impfung zu kämpfen haben.

Ziel ist, allen unter diesen Krankheiten Leidenden eine überall gleich gute Behandlung zu sichern. Das beinhalte eine rechtzeitige Diagnostik, eine zweckmässige Behandlung nach neuesten Erkenntnissen, den rechtsgleichen Zugang zu wirksamen Therapien und Arzneimitteln sowie eine adäquate Unterstützung durch die Sozialversicherungen.

Dazu brauche es eine Koordination der Fachkräfte, den Einbezug von Informationstechnologien für den Wissenstransfer sowie eine bundesweite und internationale Zusammenarbeit.

Der Bundesrat hatte die Annahme der Motion von Nationalrat Lorenz Hess (Mitte/BE) ebenfalls beantragt. Bundesrätin und Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider erklärte allerdings, angesichts der angespannten Finanzlage beschränke sich der Bund auf Koordinationsaufgaben. Die Umsetzung sei Sache der Akteure im Gesundheitswesen. (sda/ gab)

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