Lilian Studer politisiert nicht mehr in Bern
Schwarzer Wahlsonntag für die EVP: Nach vier Jahren muss Lilian Studer, Präsidentin der EVP Schweiz, ihren Sitz im Nationalrat räumen. Die Kleinpartei verlor ihren Sitz, den die 46-jährige Studer vor vier Jahren mit Hilfe einer Listenverbindung gewonnen hatte. Bereits ihr Vater, Heiner Studer, hatte in der grossen Kammer politisiert. Dieser wurde nach zwei Amtszeiten ebenfalls nicht mehr im Amt bestätigt.
Chancenlos blieb Lilian Studer bei der Wahl in den Ständerat. Klarer Sieger im Aargau ist der (nationale) FDP-Parteipräsident Thierry Burkart. Er schaffte die Wiederwahl problemlos und übersprang das absolute Mehr um fast 10'000 Stimmen. Wie in anderen Kantonen auch, etwa in Bern oder Zürich, gibt es im Aargau für den zweiten Ständeratssitz einen zweiten Wahlgang. Dieser findet am 19. November 2023 statt.
Lilian Studer politisierte vor ihrer Wahl nach Bern 17 Jahre als Grossrätin für die EVP im Aargauer Grossen Rat. 2019 wurde sie schliesslich in den Nationalrat gewählt. Zwei Jahre später wurde Studer Nachfolgerin von Marianne Streiff-Feller an der Spitze der
EVP Schweiz als Parteipräsidentin. (sda/ no)