Thun

Kredit für Fusionsplan beantragt

Nach langem Hin und Her kommt die Fusion der fünf Thuner Kirchgemeinden voran. Der Kleine Kirchenrat der Gesamtkirche Thun arbeitet an einem Fusionsplan, der 2027 in Kraft treten soll.

Die institutionelle Kirchenlandschaft in Thun ist komplex. Zum einen sind da fünf eigenständige Kirchgemeinden, zum anderen die Gesamtkirchgemeinde Thun. Die Aufgabenverteilung hat in der Vergangenheit immer wieder für Konflikte gesorgt (ref.ch berichtete).

Schon seit Langem wird deshalb über eine Fusion diskutiert, um transparentere Strukturen zu schaffen und Ressourcen zu sparen. Vor allem die Kirchgemeinde Thun-Strättligen hatte sich bisher dagegen gewehrt, weil sie eigenständig bleiben wollte. Der Kirchenrat von Thun-Strättligen und der Kleine Kirchenrat von der Gesamtkirche Thun hatten zuvor jahrelang über den Unterhalt einer Kirche gestritten.

In den letzten Monaten kam jedoch Bewegung in die Sache. Vorausgegangen war der Rücktritt des gesamten Kirchgemeinderats von Thun-Strättligen. In erneuten Abstimmungen haben sich kürzlich alle Thuner Kirchgemeinden dafür ausgesprochen, einen Fusionsplan zu erarbeiten.

Nun hat sich der Kleine Kirchgemeinderat der Gesamtkirche Thun an die Arbeit gemacht, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Er hat beim Grossen Kirchenrat – dem Parlament – einen Kredit in der Höhe von knapp 600'000 Franken beantragt.

Der Kleine Kirchenrat spricht von einem «ambitiösen Zeitplan». Schon nächstes Jahr soll der Fusionsplan in die Vernehmlassung gehen. 2025 sollen die Kirchgemeinden darüber abstimmen, 2027 soll die Fusion in Kraft treten. (pef)