Klimakonferenz: Kritik von Kirchenseite an Vertragsentwurf

Am Samstag haben 195 Länder den Klimaschutzvertrag unterschrieben. Wichtigstes Ziel ist, den Ausstoss von Kohlendioxid (CO2) zu senken. Deutsche kirchliche Hilfwerke kritisieren jedoch, dass der Vertrag bei Armutsbekämpfung, Menschenwürde und Naturschutz versage.

Die Kirchen kritisieren den neuen Klimavertrag, der den CO2-Ausstoss verringern, jedoch die Menschenrechte ausser Acht lässt.
Die Kirchen kritisieren den neuen Klimavertrag, der den CO2-Ausstoss verringern, jedoch die Menschenrechte ausser Acht lässt. Bild: flickr/Julia Seeliger CC BY 2.0)

Wie der Klima-Experte der deutschen Hilfswerke Misereor Stefan Tuschen gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte, wollten sich einige Länder zwar darauf einlassen, Massnahmen zu treffen, die den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur begrenzen. Sie wehren sich aber zugleich dagegen, etwa den Ausstieg aus der fossilen Energie im Laufe des Jahrhunderts in dem Vertragswerk festzuschreiben. Ein weiterer Streitpunkt ist laut Tuschen die Aufnahme von Menschenrechtsfragen in den rechtsverbindlichen Teil des Abkommens.

Positives Signal, aber ungenügend

Der Entwurf war als positives Signal für den internationalen Klimaschutz gewürdigt worden. Der Präsident des Weltdachverbandes der Kirchenhilfswerke (CIDSE) aber sagte, bei Armutsbekämpfung, Menschenwürde und Naturschutz versage der Entwurf und werde den Forderungen der globalen Klimabewegung daher nicht gerecht. (kath.ch)