Klimakonferenz in Kolumbien
Umweltschützer hoffen auf eine Koalition der Willigen
Mehr als 50 Staaten treffen sich in Santa Marta in Kolumbien zu einer Klimakonferenz. Teil nehmen unter anderem die Schweiz, Deutschland, Frankreich und Brasilien. Auch die Türkei und Australien als Ausrichter kommender Klimakonferenzen sind vertreten. Wichtige Förderländer und grosse Emittenten wie die USA und China fehlen hingegen.
Um die Abkehr von Kohle, Öl und Gas voranzubringen, verfolgt diese Konferenz einen neuen Ansatz. Sie knüpft an die Debatten der UN-Klimakonferenz in Belém an, bei der eine Einigung am Widerstand einzelner Ölstaaten scheiterte. Anders als dort sollen in Santa Marta aber Blockaden vermieden werden, indem nur teilnehmende Staaten mit ähnlichen Zielen zusammenarbeiten.
Fachleute sehen darin eine Chance für Fortschritte. Vertreter von Umweltorganisationen sprechen von einer möglichen Koalition der Willigen, die schneller vorangehen kann. Gleichzeitig betonen sie, dass langfristig auch nicht beteiligte Staaten eingebunden werden müssen.
Der Druck zum Handeln wächst: Trotz Ausbau erneuerbarer Energien steigt der Verbrauch fossiler Energien weiter. Um das Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssen die Emissionen deutlich sinken.
Verbindliche Beschlüsse werden in Kolumbien nicht erwartet. Die Ergebnisse sollen jedoch in eine internationale Roadmap einfliessen, die bis zur nächsten UN-Klimakonferenz erarbeitet wird. (epd/ hz)