Kirchgemeindefusionen in Graubünden: Aus vierzehn mach vier

Der Evangelische Grosse Rat hat in seiner Sitzung vom 3. Juni in Chur den Trend zu grösseren Kirchgemeinden bestätigt. Für eine zuversichtliche Stimmung sorgten auch die Finanzen und die Mitgliederzahlen der Kirche.

Kirchenrat Frank Schuler präsentiert die neuen Kirchgemeinden. (Bild: Stefan Hügli/Evangelische Landeskirche Graubünden)

Wie die Evangelische Landeskirche Graubünden in einer Mitteilung schreibt, hat der Evangelische Grosse Rat in seiner Sitzung vom 3. Juni vier weitere Kirchgemeindefusionen genehmigt. Die neuen Kirchgemeinden heissen:

 

Landquart (fusioniert aus Igis/Landquart und Mastrils)

 

Zillis/Schamserberg (Zillis-Reischen/Rongellen/Lon/Mathon/Vargistagn und Donat)

 

Rheinwald (Hinterrhein, Nufenen Medels, Splügen und Sufers)

 

Davos Altein (Davos Monstein, Davos Frauenkirch, Davos Glaris und Davos Wiesen; Fusion in Planung)

 

Damit hat die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden neu 94 Kirchgemeinden – vor fünf Jahren waren es noch 133. Die Mitgliederzahlen seien stabil geblieben. Grund für die Fusionen sei nicht selten eine Fusion auf politischer Ebene, sagt Kirchenrat Frank Schuler. Er sieht darin den Gewinn von Synergien. Auch könnten Synergien genutzt werden:«Es geht um Zukunft und Entwicklung».

Rechnung schliesst mit Gewinn

Der Evangelische Grosse Rat genehmigte auch Jahresbericht und Rechnung 2014. Letztere schliesst bei einem Aufwand von knapp 11 Millionen Franken mit einem Gewinn von 57‘000 Franken. «Die Landeskirche steht auf solidem Fundament», sagt Kirchenrat Christoph Jaag. Höhere Einnahmen aus der Kultussteuer und Budgetdisziplin hätten zu diesem Ergebnis geführt. In Zukunft solle ein Finanzhaushaltsgesetz die Einhaltung von weiteren Standards garantieren und damit die Leistungen sichern, die die reformierte Bündner Kirche für eine breite Öffentlichkeit erbringt.