Kirchenbund unterstützt Anliegen des Frauenstreiks

Am 14. Juni gehen Frauen für Lohngleichheit, Vereinbarkeit und Schutz vor Gewalt auf die Strasse. Auch der Kirchenbund schliesst sich den Forderungen an.


Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) unterstützt verschiedene Anliegen im Zusammenhang mit dem Frauenstreik vom 14. Juni. So engagiere er sich für Lohngleichheit und für einen gendergerechten Arbeitsmarkt, schreibt er in einer Medienmitteilung vom 11. Juni. Auch wolle er, dass die unbezahlt geleistete Haus- und Pflegearbeit sichtbarer und die meist von Frauen geleistete Freiwilligenarbeit in den Mitgliedkirchen ausgewiesen werde. Darüber hinaus setze er sich für eine Kirche ohne Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe ein.

Der SEK orientiert sich damit am Motto «Lohn. Zeit. Respekt», unter dem der Schweizerische Gewerkschaftsbund zum Streik aufgerufen hat. Gewerkschaften und Frauenorganisationen haben den Anlass vom kommenden Freitag organisiert. «Wir sagen es über den Streik hinaus, bis es für alle gilt, für alle Frauen und alle Männer: Lohn, Zeit, Respekt», wird SEK-Ratspräsident Gottfried Locher in der Medienmitteilung zitiert.

Auf Nachfrage erklärt SEK-Mediensprecherin Michèle Graf-Kaiser, dem Kirchenbund sei es wichtig, die Gleichberechtigung über den 14. Juni hinaus als Anliegen in der Kirche wachzuhalten. Eine kollektive Aktion der Mitarbeitenden sei aber nicht geplant. Auch rufe der SEK seine Mitarbeitenden nicht zum Streik auf, er «respektiert aber, wenn sie am Streik teilnehmen möchten.» (vbu)