Berner Kirche zeichnet Projekt jurassischer Christen und Muslime aus

Die Gruppe «Amitié en humanité» organisiert seit drei Jahren Veranstaltungen für Christen und Muslime. Für ihr Engagement erhält sie nun einen Integrationspreis.


Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn vergeben ihren diesjährigen Förderpreis der Fachstelle Migration an eine christlich-muslimische Gruppe im Jura. Die «Amitié en humanité» organisiert regelmässig Essen, Vorträge und Tagungen zu Themen aus Islam und Christentum. Den Förderpreis erhalte sie für ihr Engagement für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen im Jura, schreibt die Landeskirche am 10. September.

Gegen die pauschale Verurteilung

Die Gruppe entstand 2015 nach dem Terroranschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo». Der Katholik Alexandre Müller und die Reformierte Dominique Olgiati wollten etwas gegen die pauschale Verurteilung von Musliminnen und Muslimen tun und gründeten gemeinsam mit Mohammed Filali, einem Imam aus Delémont, die «Amitié en humanité».

Die Fachstelle Migration vergibt ihren Förderpreis alle zwei Jahre an Personen und Organisationen aus ihrem Kirchengebiet, die sich im Bereich Migration und Integration engagieren.

Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem die interkulturellen Frauentreffs, die Gruppe «Zusammen Kirche sein» und das ökumenische Begegnungsprojekt «Le Pont». Das Preisgeld beträgt 5’000 Franken. Die Preisverleihung findet am 3. November in Delémont statt. (pd)