Interreligiöser Verein fordert erleichterte Einbürgerung
Vor genau 175 Jahren hat die Schweiz ihre erste Bundesverfassung erhalten. Doch ein Viertel der Schweizer Bevölkerung verfügt nach wie vor über keine politischen Rechte. Zum 175-Jahre-Jubiläum der Bundesverfassung fordert der interreligiöse Think-Tank deshalb Reformen. In einer Medienmitteilung drückt der Verein seine Unterstützung für die «Demokratie-Initiative» aus. Mit ihr soll der Einbürgerungsprozess in der Schweiz vereinheitlicht und erleichtert werden.
Das Anliegen reihe sich in den langen Reformprozess ein, der mit der Einführung der Bundesverfassung begonnen habe, schreibt der interreligiöse Think-Tank. Erst Jahrzehnte nach der Gründung des modernen Bundesstaats erhielten auch Menschen nicht-christlicher Konfessionen das Bürgerrecht und Frauen politische Rechte. Mit der «Demokratie-Initiative» würde die Schweiz einen weiteren Schritt zu einer vollständigen Demokratie machen, steht in der Medienmitteilung des interreligiösen Think-Tanks.
Der Verein besteht aus Exponentinnen des interreligiösen Dialogs. Er ist nach eigenen Angaben institutionell unabhängig und beschäftigt sich mit gesellschaftlichen und religionspolitischen Fragen. Zudem will er der Frauen- und Genderperspektive Gewicht verleihen. (pef)