Krieg im Nahen Osten
Hilfslieferungen über wichtigste Route gestoppt
Die wichtigste Transitroute für Hilfslieferungen in den Gazastreifen wird nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA bis auf weiteres nicht mehr genutzt. Betroffen ist der Grenzübergang Kerem Schalom, wie UNRWA-Chef Philippe Lazzarini auf der Plattform X mitteilte.
Mitte November war dort ein grosser Hilfskonvoi von bewaffneten Banden bestohlen worden. Am Wochenende kam es erneut zu einem Überfall, bei dem mehrere Lastwagen mit Lebensmitteln entwendet wurden.
Der UN-Vertreter sprach von einer «schwierigen Entscheidung», da der Hunger im Gazastreifen rapide zunehme. Doch Hilfslieferungen dürften niemals zu gefährlich werden. Israel als Besatzungsmacht müsse für den Schutz von humanitären Helfern und für den Nachschub an Hilfsgütern Sorge tragen, betonte Lazzarini. (sda/ hz)