«Hier wollen wir dieses Jahr wieder Weihnachten feiern»

Nach dem Brand im Turm der reformierten Kirche in Herzogenbuchsee laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Der Winter stellt die Sanierung vor besondere Herausforderungen.

Beim Brand wurde die Decke im Kirchenschiff stark beschädigt. (Bild: zVg)

Die Schäden nach dem Brand in der reformierten Kirche in Herzogenbuchsee im Kanton sind noch immer gross (ref.ch berichtete). «Die Instandstellung des Kirchenschiffs und der Orgel sind jedoch in vollem Gang», sagt Kirchgemeindepräsident Christoph Tanner. Zurzeit habe die Trocknung des durch Löschwasser nass gewordenen Mauerwerks grösste Priorität. «Sollte das Wasser in der Mauer gefrieren, kommt es zu Absprengungen. Das wollen wir verhindern.» Deshalb kämen an den Mauern Trockner zum Einsatz.

Auch die beschädigte Gipsdecke im Kirchenschiff müsse repariert werden. Bei der Orgel habe man bereits angefangen, die einzelnen Holzpfeifen auszubauen, damit sie beim Orgelbauer trocknen können.

Laut Tanner werde der Schaden auf rund drei Millionen Franken geschätzt. Unklar sei, ob und wie die Glocken beschädigt wurden. «Zurzeit können wir das noch nicht beurteilen. Allenfalls könnte sich die Schadenssumme noch erhöhen.»

Spenden aus der ganzen Schweiz

Erfreut zeigt sich der Kirchgemeindepräsident über die grosse Anteilnahme aus der Bevölkerung. Aufgrund grosser Nachfrage wurde ein Spendenkonto eingerichtet. «Wir bekommen Spenden aus der ganzen Schweiz», sagt Tanner. Natürlich sei man gut schweizerisch für Brandfälle versichert. «Trotzdem freuen wir uns über jede Spende.» Denn die Schäden, die durch die Löscharbeiten im Aussenbereich entstanden sind, seien wohl nicht alle durch die Versicherung gedeckt. Ausserdem überlege man sich, das Geld für eine Dokumentation des Brandes zu verwenden, die der Bevölkerung zugänglich gemacht werden soll.

Ziel sei, dass bis Ende Jahr die Arbeiten abgeschlossen sind. «Wir möchten in diesem Jahr hier wieder Weihnachten feiern können», sagt Tanner. (bat)