Brand in reformierter Kirche verläuft glimpflich

Ein Feuer im Turm der reformierten Kirche in Herzogenbuchsee im Kanton Bern konnte gelöscht werden. Über 80 Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das Kirchenschiff. Verletzt wurde niemand.


Die Meldung über Rauch im Kirchturm der reformierten Kirche in Herzogenbuchsee (BE)  ging bei der Polizei am 24. Dezember morgens um acht Uhr ein, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schrieb (ref.ch berichtete). Insgesamt waren bei dem Brand 84 Angehörige von mehreren Feuerwehren im Einsatz.

Am Mittag war das Feuer unter Kontrolle und grösstenteils gelöscht. Die Feuerwehr hatte ein Übergreifen der Flammen auf das Kirchenschiff verhindern können. Die Kirche selbst dürfte nach ersten Einschätzungen unversehrt geblieben sein, sagte Marc Häusler, Regierungsstatthalter Verwaltungskreis Oberaargau, vor Ort gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Bis Mitte Nachmittag konnte der Kirchturm allerdings noch nicht betreten werden, es sei zu gefährlich, sagte Häusler. Sobald man mit der Wärmebildkamera sehe, dass keine Hitze mehr im Turm sei, könne mit dem Statiker besprochen werden, ob und wann der Turm betreten werden könne. Vor der Kirche ist eine Brandwache errichtet worden.

Enge Platzverhältnisse, schwierige Löscharbeiten

Die Löscharbeiten hatten sich wegen der räumlichen Verhältnisse rund um die Kirche «schwierig» gestaltet, wie Häusler sagte. So war der Platz eng und der Zugang zum Turm eingeschränkt. Beispielsweise habe eine Autodrehleiter nicht direkt vor den Turm gestellt werden können, sagte zudem ein Mediensprecher der Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur.

Auch die Leitern seien fast zu kurz gewesen, sagte Häusler. Deshalb seien private Hebebühnen zum Einsatz gekommen. Aus Sicherheitsgründen konnten die Feuerwehrleute nicht in den Turm eindringen, um den Brand zu bekämpfen. Sie mussten von aussen her löschen.

Zivilschützer bringen Kulturgüter in Sicherheit

Nebst der Feuerwehr, der Sanität und der Polizei waren auch Angehörige des Zivilschutzes aufgeboten worden. Sie brachten vereinzelt schützenswerte Kulturgüter aus dem Innern der Kirche in Sicherheit.

Der Sachschaden lässt sich noch nicht beziffern. Auch zur Beurteilung des Schadensausmasses wurde der Statiker beigezogen. Die Strassen rund um die Kirche waren abgesperrt worden, um den Löscheinsatz zu ermöglichen. Hauptverkehrsachsen waren keine betroffen.

Die Kirche bleibt vorübergehend geschlossen. Die Feierlichkeiten würden örtlich verschoben, aber fänden statt, sagte Marc Häusler. Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen zur Brandursache sowie auch zum Sachschaden aufgenommen. (sda/no)