Heks fordert mehr Grosszügigkeit bei Aufnahme von schutzbedürftigen Flüchtlingen

Die Schweiz will auch in den kommenden zwei Jahren besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufnehmen, bleibt aber hinter den Zahlen des Vorjahrs zurück. Dies kritisiert das Hilfswerk Heks.


Die Schweiz will auch in Zukunft schutzbedürftigen Flüchtlingen Zuflucht gewähren. Insgesamt sollen in den Jahren 2020 und 2021 jeweils bis zu 800 Flüchtlinge aus Krisengebieten aufgenommen werden. Dies hat der Bundesrat im Rahmen seiner Beteiligung am Resettlement-Programm des Uno-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) Ende Mai entschieden.

Nicht weit genug geht dies dem evangelischen Hilfswerk Heks. In einer Stellungnahme vom 12. Juni begrüsst das Heks zwar den bundesrätlichen Entscheid, sich weiterhin am UNHCR-Programm zu beteiligen. Gleichzeitig fordert es deutlich höhere Aufnahmekontingente. Angesichts der «rekordhohen globalen Flüchtlingszahlen» sei eine Beschränkung auf jährlich 800 Flüchtlinge zu bedauern, schreibt das Hilfswerk. Damit bleibe der Bundesrat deutlich hinter den Zahlen des Vorjahrs zurück.

Dringende Unterstützung nötig

In den Krisenregionen trügen die Nachbarstaaten der betroffenen Länder die ganze Last des Flüchtlingselends, argumentiert das Heks weiter. Sie seien dringend auf die Unterstützung wohlhabender Länder wie der Schweiz angewiesen. Die Erfahrung zeige ausserdem, dass Schutzsuchende, die mittels Resettlement in die Schweiz gelangten, rasch integriert seien. Zudem würden die schutzbedürftigen Flüchtlinge vom schweizerischen Nachrichtendienst einer Sicherheitsprüfung unterzogen.

Das Resettlement-Programm der UNHCR richtet sich an Flüchtlinge, die in absehbarer Zeit nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren können. Im vergangenen Jahr hat die Schweiz im Rahmen dieses Programms über 960 besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten aufgenommen. (no)