Petition

Heks fordert «gerechte Sozialhilfe»

Das Hilfswerk Heks hat eine Petition lanciert, um Menschen ohne Schweizer Pass den Zugang zur Sozialhilfe zu erleichtern. Denn diese würden benachteiligt, mit drastischen Folgen.

Die Corona-Pandemie habe sozial benachteiligte Menschen hart getroffen, gerade Menschen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus oder ohne soziales Netz, schreibt Heks in einer Medienmitteilung vom 4. Mai. Dazu hat Heks eine Umfrage mit 150 Personen durchgeführt, die an Heks-Integrationsprogrammen teilnehmen. Dabei zeigte sich: «Ihre soziale und berufliche Integration stand still oder verschlechterte sich sogar. Auch ihre finanzielle Situation spitzte sich zu.»

Heks will auf diese Probleme aufmerksam machen. Deshalb hat sie eine Petition an das Parlament lanciert, dass Unterschiede in der Sozialhilfe bekämpft werden sollen. Denn die Sozialhilfe trage nicht alle gleich, so Heks, sondern diskriminiere Menschen ohne Schweizer Pass. So erhalten vorläufig Aufgenommene (Status F) weniger Sozialhilfe als der Normalansatz vorsieht. Der Sozialhilfebezug könne zudem dazu führen, dass Menschen ihre Aufenthaltsbewilligung verlieren. Darum würden viele Menschen darauf verzichten, Sozialhilfe zu beziehen und lebten in Armut.

Heks fordert in der Petition «Für eine gerechte Sozialhilfe», dass alle Menschen in der Schweiz die gleiche Unterstützung von der Sozialhilfe erhalten, unabhängig ihres Aufenthaltsstatus und ohne negative Konsequenzen. (mos)