Haft von Migranten in Albanien ist unzulässig
Ein Gericht in Rom hat entschieden, dass zwölf Männer aus Bangladesch und Ägypten nach Italien gebracht werden müssen, damit dort über ihre Asylanträge entschieden werden kann. Die Gruppe von Migranten war zuvor von bei ihrer Flucht über das Mittelmeer von der italienischen Marine aufgegriffen und nach Albanien gebracht worden. Dort wurden die Männer zur Prüfung ihres Asylsantrags inhaftiert.
Das Gericht begründete seinen Entscheid damit, dass beide Länder keine sicheren Herkunftsländer seien. Unklar war zunächst, ob die Migranten nun gleich nach Italien kommen oder das Verfahren in die höhere Instanz geht.
Mit den beiden neuen Lagern auf der anderen Seite der Adria will die Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gegen irreguläre Migration vorgehen. Dereinst sollen dort gleichzeitig bis zu 3000 Asylbewerber aufgenommen werden. Italien ist der erste Staat der Europäischen Union, der Flüchtlinge in Lagern ausserhalb der EU unterbringt. Das italienische Experiment wird deswegen von anderen EU-Staaten aufmerksam verfolgt. (sda/ eba)