Fusion Stadt Bern
Grünes Licht für Zusammenschluss
Dem Zusammenschluss der reformierten Kirchgemeinden in der Stadt Bern steht nichts mehr im Weg: Mit einer klaren Mehrheit von 83,3 Prozent Ja- zu 16,7% Prozent Nein-Stimmen hat sich das reformierte Stimmvolk der Gesamtkirchgemeinde für die Fusion ausgesprochen. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 20 Prozent.
Bereits zuvor hatte sich eine Mehrzahl der elf Kirchgemeinden für die Bildung einer einzigen Grosskirchgemeinde entschieden. Für die Fusion mussten neben der Gesamtkirchgemeinde mindestens neun Kirchgemeinden zustimmen. Die frisch fusionierte Kirchgemeinde Bern-Nord hatte dabei eine doppelte Stimme.
Dieses Ziel wurde erreicht: Neun Gemeinden, darunter Bern-Nord, sprachen sich mehrheitlich für die Fusion aus. Einzig die Gemeinden Paulus und Bern-Bethlehem entschieden sich für die Eigenständigkeit (zu den Ergebnissen).
Beide Gemeinden haben noch bis Ende September dieses Jahres Zeit, sich der neuen Struktur doch noch anzuschliessen. Diese wird voraussichtlich ab Anfang 2027 gelten und die bisherige Doppelstruktur mit Gesamtkirchgemeinde und Quartiergemeinden auflösen.
Mit der Fusion sollen der Verwaltungsaufwand sinken und mehr Ressourcen für das kirchliche Leben in den Quartieren frei werden. Zudem soll es einfacher sein, stadtweite Angebote durchzuführen. Insgesamt gehören in der Stadt Bern rund 46'000 Menschen der Reformierten Kirche an. (no)