Grossmünster wie zu Zwinglis Zeiten

Im Zürcher Grossmünster starten schon bald die Dreharbeiten zum neuen Zwingli-Film. Bis zum 2. März wird die Kirche deshalb für Besucher geschlossen sein. Zurzeit wird der Kirchenraum historisch korrekt umgestaltet.


Das Grossmünster in Zürich erlebt zurzeit eine spannende Verwandlung. Seit Anfang Februar hat die Filmcrew rund um den Regisseur Stefan Haupt den Kirchenraum in Beschlag genommen. In den nächsten Wochen wird hier für den neuen Film über das Leben von Huldrych Zwingli gedreht.

Dafür muss das Grossmünster so aussehen, wie damals zu Zwinglis Zeiten. «Dafür wurden beispielsweise Kirchenbänke rausgenommen. Auch sieht man nun die Farbe Purpur oft», sagt Christoph Sigrist, Pfarrer am Grossmünster in Zürich.

Spirituelle Erfahrung für die Schauspieler

Für Sigrist stelle der Umbau eine neue Raumerfahrung dar. «Ich bin mir sicher, dass auch die Schauspieler vom spirituellen Originalschauplatz psychisch und physisch reingezogen werden», sagt Sigrist. «Viel mehr, als wenn der Innenraum des Grossmünsters irgendwo in einem Filmstudio nachgebaut worden wäre.» Sigrist selber werde die Dreharbeiten vor Ort verfolgen.

«Zwingli – der Reformator» soll 2019 in die Kinos kommen. Produziert wird der Film von der Firma C-Films. Stefan Haupt («Der Kreis») führt dabei Regie, der Schweizer Max Simonischek («Akte Grüninger»)  spielt Huldrych Zwingli und Simone Schmid («Der Bestatter») schrieb das Drehbuch. (bat)

Hinweis: Die Gottesdienste finden trotz Dreharbeiten sonntags wie gewohnt um 10 Uhr statt.