Grossmünster-Balkone werden geschlossen

Bei der wohl bekanntesten Kirche Zürichs werden die Balkone renoviert und der Zugang zum Aussenbereich vergittert. Grund dafür ist die Sicherheit.


In Zukunft soll die Besucherplattform auf dem Karlsturm des Zürcher Grossmünsters nicht mehr für Einzelpersonen begehbar sein. Das meldet der «Tages-Anzeiger» am 26. Juni. Die Zeitung bezieht sich dabei auf eine Information des Kantons Zürich über ein Bauprojekt.

Darin heisst es, dass die «Attraktivität der Aussichtsplattform» zu steigern und «gleichzeitig mehr Sicherheit zu schaffen» sei. Das bedeute aber auch: «Der freie Zugang auf die Eckbalkone wird künftig allerdings eingeschränkt, um die Sicherheit zu erhöhen. Neben dem Anbringen von ornamentierten Gittern in den Ausgängen werden diverse kleinere Umbauten im Inneren vorgenommen.»

Balkone abgesperrt, dafür Turmraum geöffnet

Das heisse konkret, so berichtet die Zeitung weiter, dass die Balkone mit Gittern abgesperrt werden und die Besucher sie nicht mehr unbeaufsichtigt betreten könnten. Künftig könne die Aussicht nur noch vom Turmraum aus betrachtet werden. Dafür werde dieser Raum rundum geöffnet, damit man durch alle Balkonfenster über die Stadt schauen könne. Der Zutritt zu den Balkonen soll für geführte Gruppen weiterhin möglich sein.

Grund für die Balkonschliessung auf dem Aussichtsturm seien Sicherheitsüberlegungen, so Markus Pfanner, Sprecher der Baudirektion, gegenüber dem «Tages-Anzeiger». In der Vergangenheit sei es mehrmals zu gefährlichen Situationen gekommen. Nähere Angaben dazu wollte er nicht machen. (mos)