Graubünden: «Schwarze Null» – trotz Steuerausfällen

Die Evangelischen Grossen Räte in Chur dürfen sich über eine fast ausgeglichene Jahresrechnung freuen und wollen die Stärkung der Diakonie in der Schweiz unterstützen.

Ratspräsident Walter Grass erinnerte daran, dass es beim Reformationsjubiläum nicht allein um Glaubensfragen gehe. Foto: Stefan Hügli

Der Evangelische Grosse Rat hat an seiner Frühjahrssitzung den Amtsbericht des Kirchenrates und die Jahresrechnung einstimmig gutgeheissen.

Zwar blieben die Einnahmen aus der Kultussteuer unter den Erwartungen. Die Rechnung 2016 verzeichnet bei einem Umsatz von 11,4 Millionen Franken einen Gewinn von 14’000 Franken.

Neustrukturierung der Diakonie

Weiter stimmte der Rat der Umwidmung von Geldern der früheren Deutschschweizer Diakonatskonferenz zu. Diese geht neu in der Konferenz «Diakonie Schweiz» auf. Die neue schweizweite Dachorganisation für diakonische Arbeit und Vernetzung soll im Juli 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Sie hat zum Ziel, das solidarische Handeln innerhalb der Gemeinden und in der Gesellschaft zu stärken. Diakonie sei der soziale Dienst der Evangelischen Kirche, sagte Kirchenrätin Barbara Hirsbrunner. Sie komme den Schwachen und Benachteiligten der Gesellschaft zu gut.

Erfolg des Reformationsjubiläums

In einem Zwischenbericht zum Reformationsjubiläum äusserte sich Kirchenrätin Miriam Neubert erfreut über den bisherigen Verlauf der Aktivitäten zu «500 Jahre Reformation». Sie zeigte sich positiv überrascht über die grosse Anzahl von Aktionen in den Kirchgemeinden und Regionen. Es gehe beim Reformationsjubiläum nicht allein um Glaubensfragen, erinnerte der Präsident des Evangelischen Grossen Rats, Walter Grass, sondern um Freiheit und eine offene Weltanschauung, wie sie zum Beispiel in der Gleichstellung der Geschlechter zum Ausdruck komme. www.gr-ref.ch/reformation