Glückskette sammelt für Afrika
Die Glückskette hat am nationalen Sammeltag für die Opfer der Hungerkatastrophe in Ostafrika Spenden in der Höhe von rund 7 Millionen Franken erhalten. Schweizweit unterstützten über 280 Freiwillige und zahlreiche Persönlichkeiten die Sammelaktion.
Gesammelt wurde online und telefonisch in Sammelzentralen in Zürich, Chur, Genf und Lugano. Online und per Postschalter können weiterhin Spendenzusagen abgegeben werden.
Fast 40 Millionen Menschen betroffen
Bereits im April hatte die Glückskette ein Spendenkonto wegen der Dürre am Horn von Afrika eröffnet. Sie konnte mit Spenden und einer Sofortfinanzierung aus dem Glückskette-Nothilfe-Fonds schon über 1,8 Millionen Franken für die Unterstützung der Betroffenen einsetzen.
Die Länder am Horn von Afrika – Kenia, Somalia und Äthiopien – leiden derzeit unter der schlimmsten Dürre der letzten 40 Jahre, wie die Glückskette mitteilte. Mehr als 36 Millionen Menschen sind von Nahrungs- und Wasserknappheit betroffen. Fast neun Millionen Nutztiere sind aufgrund des Wassermangels verendet.
19 Millionen gesammelt
Mit den Spenden sollen Projekte der Partnerorganisationen vor Ort unterstützt werden. Dazu zählen laut Glückskette Caritas Schweiz, CBM, Helvetas, Medair, Save the Children Schweiz, die Stiftung Terre des hommes sowie Veterinaires Sans Frontiers. Sie leisten Nothilfe in Form von Bargeldunterstützung, Wasser- und Nahrungszugang oder Gesundheitsleistungen.
Unterstützt wurde der Aufruf auch vom evangelischen Hilfswerk Heks. Das Heks ist namentlich in Äthiopien aktiv, wo es unter anderem bei der Wasserversorgung hilft und Medikamente und Futtermittel bereitstellt.
Afrika stand vor viereinhalb Jahren bereits einmal bei einem Sammeltag der Glückskette im Zentrum. Damals ging es um die Hungersnot in Nigeria, Südsudan und Somalia. Insgesamt kamen innert eines Jahres 19 Millionen Franken zusammen. (sda/ jow)