Mittelmeer

«Geo Barents» darf Palermo anlaufen

Das Rettungsschiff «Geo Barents» darf in Sizilien an Land. An Bord sind über 360 Flüchtlinge, darunter ungewöhnlich viele Minderjährige.

Die «Geo Barents» steuere die sizilianische Hafenstadt Palermo an, schrieb die Betreiberorganisation «Ärzte ohne Grenzen» am 27. Oktober auf Twitter. «Es gibt keine Worte für die Freude und Erleichterung an Bord.»

Das Rettungsschiff hatte innerhalb von zwei Tagen bei fünf Aktionen 367 Flüchtlinge und Migranten gerettet. Nach Angaben von «Ärzte ohne Grenzen» sind 172 Minderjährige an Bord des Rettungsschiffs. Diese hohe Zahl geretteter Kinder und Jugendlicher sei selbst für erfahrene Seenotretterinnen und -retter ungewöhnlich. In den vergangenen Tagen wurden bereits mehr als 400 Gerettete von der «Sea-Watch 3» und über 100 von der spanischen «Aita Mari» in Italien an Land gebracht.

Die Überfahrt über das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bislang 1553 Menschen bei der Überfahrt gestorben oder werden vermisst. Die Dunkelziffer könnte weit höher liegen. Derzeit ist ausser der «Geo Barents» noch die «Sea-Eye 4» der gleichnamigen Organisation auf dem Mittelmeer unterwegs. (epd/mos)