Gedenken an Holocaust-Opfer findet online statt

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem präsentiert die Auftaktzeremonie zum Holocaust-Gedenktag wegen der Corona-Krise im Internet.


Die Zeremonie zum Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sollte eigentlich vor zahlreichen Besucher stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Gedenkstätte nun aber zur Feier «von zuhause» aufgerufen.

Die im Vorfeld aufgezeichnete Sendung wird ab 20 Uhr (19 Uhr MESZ) auf der Internetseite von Yad Vashem auch mit Übersetzung ins Deutsche zu sehen sein, wie die Gedenkstätte im Vorfeld mitteilte. Der Holocaust-Gedenktag in Israel endet am Dienstagabend.

Die Veranstaltung mit dem Titel «Rettung durch Juden während des Holocaust: Solidarität in einer zerfallenden Welt» wird in fünf Sprachen übersetzt. Ausgenommen sind davon nur die Reden von Präsident Reuven Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, wie es in der Mitteilung heisst.

Fackeln für die Ermordeten

Im Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden während des Holocausts werden sechs Überlebende je eine Fackel entzünden. Ihre Geschichten werden auch Teil der Zeremonie sein. Seit 1951 erinnert Israel am Holocaust-Gedenktag an die Opfer.

Yad Vashem («Denkmal und Name») in Jerusalem ist die grösste Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Sie wurde 1953 auf Beschluss des israelischen Parlaments gegründet. (sda/no)