Freiwillige leisteten 660 Millionen Stunden Arbeit

Freiwillige haben 2016 in der Schweiz 660 Millionen Stunden unbezahlt gearbeitet. Das Bundesamt für Statistik schätzt den Wert dieser Arbeit auf 34 Milliarden Franken.


2016 hätten Freiwillige 660 Millionen Stunden im Wert von insgesamt 34 Milliarden Franken erarbeitet, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung vom 11. Dezember. Freiwilligenarbeit macht laut BFS in der Schweiz sieben Prozent der gesamten unbezahlten Arbeit aus.

Der grösste Teil der unbezahlten Arbeit entfällt auf die Haus- und Familienarbeit. Diese setzt sich aus Hausarbeit ohne Betreuungsaufgaben (77 Prozent) und Betreuungsaufgaben für Kinder und Erwachsene im eigenen Haushalt (16 Prozent) zusammen. Insgesamt seien mit Haus-, Betreuungs- und Freiwilligenarbeit 9,2 Milliarden Stunden unbezahlte Arbeit geleistet worden. Das BFS schätzt den Wert dieser Arbeit auf 408 Milliarden Franken.

Mehr Frauen als Männer

Das BFS misst mit dem sogenannten «Satellitenkonto Haushaltsproduktion» die volkswirtschaftliche Bedeutung unbezahlter Arbeit. Dazu schätzt es einen fiktiven Wert für die unbezahlte Arbeit. Als Vergleichsgrössen dienen die durchschnittlichen Arbeitskosten nach Berufsgruppen.

Auffallend bei den veröffentlichten Zahlen ist die Verteilung der Geschlechter: 61,3 Prozent der unbezahlten Arbeit verrichten Frauen. Bei der bezahlten Arbeit hingegen werden 61,6 Prozent der Arbeit von Männern bestritten. Insgesamt seien zudem 5,7 Prozent der Wohnbevölkerung für kirchlichen Institutionen als Freiwillige tätig: 3,6 Prozent der Frauen und 2,1 Prozent der Männer. (pd)