Zürich

Frauenrechtlerin Susanne Kramer-Friedrich gestorben

Susanne Kramer-Friedrich setzte sich ein Leben lang für die Gleichstellung der Frauen ein. Nun ist sie im Alter von 86 Jahren gestorben.

Susanne Kramer-Friedrich war eine Vorkämpferin für Frauenrechte in der Schweiz. Sie war unter anderem Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Oekumenischen Frauenbewegung Zürich. Sie verfasste Texte und Melodien für Frauengottesdienste und war Initiantin und Leiterin der Veranstaltungsreihe «Neuland Bibel».

Am 16. November ist Susanne Kramer-Friedrich im Alter von 86 Jahren gestorben, wie der Todesanzeige zu entnehmen ist.

Auch als Journalistin beim Kirchenboten für den Kanton Zürich machte sich Susanne Kramer-Friedrich einen Namen. Von 1972 bis 1992 war sie dort Autorin und Redaktorin; stellvertretende und wiederholt interimistische Chefredaktorin.

Von 1992 bis 1997 war Susanne Kramer-Friedrich Studienleiterin am Evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern, wo sie als Autorin und Redaktorin bei den «Boldern-Texte» mitwirkte.

Susanne Kramer-Friedrich studierte deutsche und französische Literaturwissenschaft in Zürich und Genf. 1960 heiratete sie den Theologen Werner Kramer, mit dem sie drei Kinder grosszog. Sie war Deutschlehrerin am Evangelischen Kindergärnterinnenseminar sowie am Evangelischen Lehrerseminar Zürich-Unterstrass.

Im Jahr 2004 wurde der Frauenrechtlerin an der 3. Schweizerischen Frauensynode in Basel der Hanna-Strack-Preis überreicht. «Als junge Theologin hast Du mir Mut gemacht, Neues auszuprobieren. Der sprudelnden, manchmal verborgenen spirituellen Kraft nachzuspüren und für sie tatkräftig einzustehen», sagte Pfarrerin Monika Frieden in der Laudatio. «Dafür darf ich Dir heute herzlich danken! Und ich möchte uns Synodefrauen einen Deiner Lieblingssprüche weiterschenken: ‹Gehet hin und tut desgleichen!›» (bat)