Ferien

Weisswein in Paris – Wanderungen im Wattenmeer

Im Sommer schalten auch die Kirchenratspräsidenten und -präsidentinnen auf Ferienmodus. Destinationen im Norden sind besonders geschätzt – ein Kirchenrat lässt die Seele lieber zuhause baumeln.
Ferien im Norden Europas, wie hier auf der Insel Föhr, sind auch bei Kirchenratspräsidentinnen und -präsidenten beliebt. (Bild: Siegfried Kuttig/ Keystone)

Nach den Sommersynoden ruhen auch in den Kantonalkirchen die Geschäfte. Die Kirchenratspräsidentinnen und -präsidenten suchen auf vielfältige Weise Erholung: sei es im Liegestuhl an der Nordsee oder zuhause im eigenen Garten. Einige mögen es aber auch abenteuerlicher, wie unsere Umfrage zeigt.

Christina Aus der Au, Thurgau

Die Präsidentin des Thurgauer Kirchenrats muss sich über ihre Sommerferien nicht lange den Kopf zerbrechen: Seit bald zwanzig Jahren verbringt die Familie zwei Wochen auf der Nordseeinsel Föhr. Die Familie ihres Mannes besitzt dort ein grosses Ferienhaus. «Das bedeutet Wanderungen im Wattenmeer, Liegenstuhl im Garten, stapelweise Bücher und Zeitungen und viel Tee und Kuchen», schreibt Aus der Au.

Esther Straub, Zürich

Auch die Chefin der Zürcher Kirche zieht es in den Norden. Gemeinsam mit ihrem Mann und den drei Kindern bereist sie Städte und Strände in den Niederlanden. Besonders freut sie sich auf das kulturelle Angebot und die lokale Fischspezialität Matjes. Wichtig ist für Straub auch die Wahl des Transportmittels: «Kriterium Nummer eins für uns ist, dass der Ferienort per Eisenbahn erreichbar ist», schreibt sie.

Christoph Weber-Berg, Aargau

Der Aargauer Kirchenratspräsident gönnt sich erst im Herbst längere Ferien. Für den Sommer hat er lediglich eine Woche im Tessin geplant, um Freunde zu besuchen. Die übrige Zeit verbringt er zuhause, um konzeptuell und theologisch zu arbeiten, wie er schreibt. Er geniesst es aber, weniger Termine zu haben. «Im Sommer ist es so schön ruhig. Wir geniessen es, draussen zu sein und Orte in der Region zu besuchen, die wir schon lange besuchen wollten.»

Erika Cahenzli-Philipp, Graubünden

Einen Mix von Aufregung und Ruhe verspricht das Ferienprogramm der Bündner Kirchenratspräsidentin Erika Cahenzli-Philipp. Gemeinsam mit ihrem Mann geht es zuerst nach Paris und von dort mit dem Schiff ans Meer. Cahenzli freut sich auf das pulsierende Leben in der französischen Hauptstadt: «Ich möchte unbedingt die frisch renovierte Kathedrale Notre-Dame besichtigen, durch die verwinkelten Gassen der Künstlerviertel schlendern und in kleinen Bistros den französischen Weisswein geniessen», schreibt sie. Zur Erholung verbringt das Paar anschliessend zwei Wochen im eigenen Maiensäss auf 1600 M.ü.M.

Erhard Jordi, Schwyz

Erhard Jordi von der Schwyzer Kirche nutzt die Ferien unter anderem für sportliche Aktivitäten. Nach einer Fahrradtour in der Umgebung von Rothenburg ob der Tauber im Norden Bayerns geht es weiter nach Zwickau im Bundesland Sachsen. Auch dort will Jordi wieder in den Sattel steigen. «Wir werden gute Freunde besuchen und alle zusammen ein bisschen radeln und viel erzählen», schreibt er.

Martin Schmidt, St. Gallen

Eigentlich habe er das nie gewollt, aber seit Martin Schmidt diese Form des Urlaubs entdeckt hat, ist sie für ihn das komplette Erholungspaket: Kreuzfahrten in der Ostsee. Gerade schippert der St. Galler Kirchenratspräsident mit seiner Frau und einem seiner Söhne auf dem Meer zwischen Nordeutschland, Baltikum und Skandinavien. «Es ist ein Wellnesshotel auf dem Wasser: immer alles organisiert und verfügbar.» Ohne die Koffer ein- und wieder auszupacken lerne er «wunderschöne Städte wie Helsinki, Danzig, Tallin oder Kopenhagen» kennen.

Lukas Kundert, Basel Stadt

Lukas Kundert verbringt seine Ferien in England. Er begleitet seine Partnerin nach Canterbury, wo sie als Teil des Berner Chors Novantiqua eine Woche lang in der Kathedrale in Gottesdiensten und den allabendlichen Evensongs singen wird, die eine lange Tradition in der anglikanischen Kirche haben. Aber die beiden werden schon etwas früher ab-, beziehungsweise weiterreisen, denn: «Wir erkunden mit Interrail Südengland, das wir noch nicht kennen», schreibt der Kirchenratspräsident von Basel Stadt. Er freue sich bereits auf die Steilküsten, raues Wetter und verträumte Ortschaften.

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