Fast zehn Millionen Franken Gewinn für Zürcher Landeskirche

Die Reformierte Kirche Kanton Zürich fuhr 2017 einen Gewinn ein. Zum einen waren die Ausgaben kleiner als erwartet, zum anderen wurden Rückstellungen für die Pensionskasse aufgelöst.


Die Synode der Reformierten Kirche Kanton Zürich genehmigte an ihrer ausserordentlichen Sitzung vom 3. Juli die Jahresrechnung 2017. Diese schloss mit einem Gewinn von 9,26 Millionen Franken. Zur deutlichen Abweichung vom budgetierten Verlust von 466’000 Franken trugen vor allem einmalige Umstände bei, wie es in einer Mitteilung der Landeskirche heisst. Dazu gehörte insbesondere die Auflösung von Rückstellungen für die Pensionskasse in der Höhe von fast 7 Millionen Franken. Diese wurde möglich, weil der Deckungsgrad der Pensionskasse weiter gestiegen ist.

Geringer als erwartet fielen auch Personal- und Sachkosten aus. Zudem wurde ein Beitrag von rund 1,4 Millionen Franken für das Reformprojekt «Kirchgemeinde Plus» im Rechnungsjahr nicht beansprucht. Mit dem Gewinn will die Landeskirche ihr Eigenkapital stärken.

Ja zur neuen Pfarrausbildung

Ebenfalls genehmigten die Synodalen die Rechnung für den Umbau im Kloster Kappel. Im Bildungshaus der Landeskirche waren Wohnungen zu Hotelzimmern umgebaut worden. Mit rund 900’000 Franken lagen die Baukosten unter dem vor drei Jahren bewilligten Rahmenkredit.

Schliesslich sprachen sich die Abgeordneten auch für die Teilrevision des Konkordats zur Pfarrausbildung aus. Diese will einheitliche Rechtsgrundlagen für die Pfarrausbildung in den Mitgliedskirchen des Konkordats schaffen. Zudem soll auch der Informationsaustausch zwischen den Konkordatskirchen verbessert werden. Die Revision soll per 1. Januar 2019 in Kraft treten. Dazu muss die Mehrheit der Kirchen bis im Herbst ihre Zustimmung gegeben haben. (no)