EVP: Referendum gegen Präimplantationsdiagnostik

Die EVP will das Referendum gegen die Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes ergreifen, wenn das Parlament das Gesetz in dieser Form beschliessen wird. Dies teilte die Partei am 18. September mit.

Eine Zell-Kultur in einem Labor.

Die Ankündigung ist eine Reaktion auf den Beschluss des Ständerates vom 8. September, die Präimplantationsdiagnostik (PID) in der Schweiz künftig in grossem Umfang zuzulassen.

Künftig sollen nicht nur Paare mit genetischer Vorbelastung die PID durchführen lassen dürfen. Alle im Reagenzglas erzeugten Embryonen sollen auf chromosomale Anomalien untersucht werden. Mit diesem so genannten Aneuploidie-Screening können etwa Embryonen mit Trisomie 21 entdeckt werden, die zum Downsyndom führt. Bereits im März hatte sich der Nationalrat für eine Liberalisierung der PID ausgesprochen.Die EVP lehnt diese Entwicklung entschieden ab.

Noch nicht einig sind sich National- und Ständerat über die Zahl der Embryonen, die in einem Behandlungszyklus hergestellt werden dürfen. Die Vorlage geht nach dem jüngsten Beschuss des Ständerats wieder an den Nationalrat. Da die Neuregelung eine Verfassungsänderung erfordert, wird es zu einer Volksabstimmung kommen.Die EVP lehnt auch die Verfassungsänderung entschieden ab. (kipa)