Evangelische Allianz: Flüchtlinge sollen rasch arbeiten dürfen

Die Schweizerische Evangelische Allianz begrüsst die Initiative des Schweizerischen Bauernverbandes, Migranten in der Landwirtschaft zu beschäftigen. Dies teilte die Allianz am 27. Mai mit.

Flüchtlinge sollen in der Landwirtschaft arbeiten dürfen, zum Beispiel bei der Kartoffelernte.
Flüchtlinge sollen in der Landwirtschaft arbeiten dürfen, zum Beispiel bei der Kartoffelernte. (Bild: Wikimedia/Alupus)

Der Bauernverband will in Zukunft vermehrt Flüchtlinge in der Landwirtschaft beschäftigen. Dafür hat der Verband mit dem Bundesamt für Migration ein dreijähriges Pilotprojekt geschaffen. Der Vorstand der Schweizerischen Evangelischen Allianz in der Deutsch- und Westschweiz begrüsst diesen Entscheid. Er empfiehlt anderen Arbeitgeberverbänden, diesem Beispiel zu folgen.

Administrative Hürden abbauen

90 Prozent der provisorisch aufgenommenen Personen (mit Aufenthaltsgenehmigung F) blieben dauerhaft in der Schweiz, so die Allianz. Um hier arbeiten zu können, brauchen sie aber eine Genehmigung vom kantonalen Arbeitsamt. Diese muss vom zukünftigen Arbeitgeber beantragt werden. Diese administrative Hürde und der provisorische Charakter der Aufnahme schränkten den Zugang zum Arbeitsmarkt stark ein. Als Folge davon seien die Migranten mehrere Jahre von der Sozialhilfe abhängig.

Die Allianz zeigt sich überzeugt, dass die Massnahmen keinen Anziehungseffekt auf Wirtschaftsflüchtlinge haben. Ein grosser Teil der Flüchtlinge habe eine gute berufliche Bildung, was auch den Unternehmen in unserem Land zugutekäme.

Die Allianz erinnert daran, dass die meisten Flüchtlinge nicht aus wirtschaftlichen Gründen hier sind, sondern um Schutz für ihr Leben zu suchen, den sie in ihren Herkunftsländern wegen der dort herrschenden Kriege nicht mehr haben, beispielsweise in Syrien.