Wie der Schweizerische Evangelische Kirchenbund in einer Mitteilung schreibt, warnt die EJGK zusammen mit der Jüdisch/Römisch-katholischen Gesprächskommission (JRGK) vor den Gefahren des Antisemitismus. So schreiben die Kommissionen, dass sie vom Bundesrat erwarten, dass er für den Schutz jüdischer Gemeinden in der Schweiz eintritt. Die konkreten Sicherheitsmassnahmen für die jüdischen Gemeinden und Einrichtungen wie Synagogen und Schulen in der Schweiz sollen durch mehr Ressourcen und Koordination verbessert werden.Diese Forderung wird angesichts der neuen Gefahrensituation gestellt: So haben in Europa die antisemitisch motivierten Gewalttaten und Drohungen massiv zugenommen und auch in der Schweiz seien die antisemitischen Vorfälle 2014 deutlich angestiegen. Dies bezeugen aktuelle Antisemitismusberichte, schreibt der SEK. Die Terrorakte in Frankreich, Dänemark und Belgien seien ein Anschlag auf Menschenleben und Menschenrechte und somit auf eine Gesellschaft in Freiheit, Sicherheit und Toleranz.
Jüdische Gemeinschaft Bestandteil der Schweizer Gesellschaft
Weiter identifizieren sich die beiden Gesprächskommissionen mit dem Sicherheitsbedürfnis der jüdischen Gemeinden in der Schweiz und bekunden ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft. Diese sei Bestandteil der Schweizer Gesellschaft und Geschichte. Ihr wertvoller Beitrag zur Schweizer Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft verpflichtet zu Dank und Solidarität. Die jüdischen Bürger und Bürgerinnen sollen mit dem Gefühl von Sicherheit und mit dem Wissen um ihren staatlichen Schutz in der Schweiz leben.
Die Jüdisch/Römisch-katholische Gesprächskommission (JRGK) und die Evangelisch-Jüdische Gesprächskommission (EJGK) engagieren sich für die jüdisch-christliche Zusammenarbeit im Zeichen des gegenseitigen Respekts und der interreligiösen wie kulturellen Verbundenheit von Judentum und Christentum. Die EJGK ist eine Kommission des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) und des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG).