Erdbebenkatastrophe

EU mobilisiert sieben Milliarden Franken für Erdbebenopfer

Sechs Wochen nach dem Erdbeben in der Türkei und in Syrien hat die EU mit einer internationalen Geberkonferenz Spenden gesammelt. Präsident Recep Tayyip dankte für die Hilfe.

Nach den katastrophalen Erdbeben Anfang Februar in der Türkei und Syrien hat die Europäische Union mithilfe einer internationalen Geberkonferenz sieben Milliarden Franken an Hilfsgeldern mobilisiert. Die EU-Kommission allein stellt der Türkei eine Milliarde Franken für den Wiederaufbau zur Verfügung. Ausserdem verspricht sie Syrien ein Paket über 108 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe. Die Geberkonferenz habe die Erwartungen übertroffen, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Für den 14. Juni plant die EU eine weitere Geberkonferenz nur für Syrien, wie von der Leyen erklärte. «Die einzig richtige Antwort auf eine solche Katastrophe ist Solidarität.» Die EU werde sicherstellen, dass das zugesagte Geld auch wirklich vor Ort ankomme und die grösstmögliche Wirkung entfalte.

An der Geberkonferenz nahm auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan per Video-Schalte teil. «Wir werden diese internationale Hilfe in den für uns so schwierigen Tagen niemals vergessen», sagte er. Es gebe weiterhin Nachbeben, einige Regionen litten zusätzlich unter Überschwemmungen. Trotz der widrigen Bedingungen würden Helfer alles tun, um die Opfer zu unterstützen. «Der wirkliche Kampf beginnt jetzt. Wir werden alle Städte wieder aufbauen.»

Die Vereinten Nationen hatten im Februar zu internationaler Hilfe in Höhe von einer Milliarde Dollar (rund 936 Millionen Franken) für die Erdbebenopfer in der Türkei aufgerufen. Die EU hat die Türkei und Syrien bereits über das EU-Katastrophenschutzverfahren unterstützt. In diesem Rahmen wurden nach Angaben der Kommission knapp 8,6 Millionen Franken an humanitärer Hilfe bereitgestellt, um den unmittelbaren Bedarf der Bevölkerung in der Türkei zu decken. Syrien sei mit etwa zehn Millionen Franken unterstützt worden.(epd/bat)