Erste Zürcher Jahresrechnung schliesst im Plus

Die reformierte Kirchgemeinde Zürich hat die Rechnung 2019 einstimmig gutgeheissen. Zudem will sie die Stadtmission gemeinsam mit der katholischen und der christkatholischen Kirche der Stadt Zürich mitfinanzieren. Zu reden gab die Namensänderung der Stadtmission.


An der Sitzung vom 24. Juni verabschiedete das Kirchgemeindeparlament Zürich die ehemaligen Mitglieder der Kirchenpflege Mireille Schnyder und Heinrich Kisker, wie auch Andreas Hurter, den langjährigen Präsidenten des Stadtverbandes und der Übergangskirchenpflege. Ihnen wurde für ihr «grosses Engagement beim Aufbau der neuen Kirchgemeinde» gedankt, wie es in einer Mitteilung vom 25. Juni heisst. Seit 2019 sind die ehemals 32 Kirchgemeinden in der Kirchgemeinde Zürich vereint.

In ihrem ersten Jahr erzielte die Kirchgemeinde Zürich einen Gewinn von 2,2 Millionen Franken. Das Parlament genehmigte die Jahresrechnung und der erste Jahresbericht einstimmig. Auch die Mitfinanzierung der Züricher Stadtmission (ZSM) wurde gutgeheissen. Die ZSM betreibt Anlaufstellen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Gemeinsam mit der römisch-katholischen und der christkatholischen Kirche will die reformierte Kirchgemeinde Zürich eine Sockelfinanzierung der Stadtmission sicherstellen. Das Parlament bewilligte deshalb einen Kredit von knapp 2 Millionen Franken für die Jahre 2021 bis 2024.

Diskussionen um Namensänderung

Für Diskussionen sorgte die Bedingung der römisch-katholischen Kirche, den Namen und den Auftritt der ZSM zu ändern. Laut dem Bericht der vorberatenden Kommission begründeten die Katholiken ihr Anliegen damit, dass der jetzige Name mit der reformierten Kirche in Verbindung gebracht werde, künftig aber die ökumenische Diakonie im Zentrum stehen soll. Die Kommission kritisierte diese Namensänderung, weil sie unverhältnismässige Kosten verursache. Das Geld würde dem primären Zweck der Stadtmission fehlen.

Die Kommission stellte daraufhin den Antrag, dass die Kirchenpflege sich nochmals mit der Namensänderung auseinandersetze. Doch das Parlament strich diesen Antrag. Deshalb steht einer Namensänderung der ZSM von reformierter Seite her nichts mehr im Weg. (mos)