Erste Transfrau arbeitet als Armeeseelsorgerin
Noch vor drei Jahren ist Erin Lederrey als Mann in der Schweizer Armee wahrgenommen worden. Doch seit letztem Sommer übt die 30-Jährige ihre Tätigkeit in der Armeeseelsorge offiziell als Frau aus. Ihre Aufgabe ist es, die 800 Angehörigen des Logistikbataillons 21 zu begleiten.
Ihr Coming-Out in der Armee sei ohne laute Töne über die Bühne gegangen, sagt die gelernte Informatikerin und Präsidentin der LGBTI-Antenne Genf in einem Artikel von «Protestinfo». «Es gab keine negativen Reaktionen», so die Protestantin. Bei jeder Vorstellung in der Seelsorge sage sie ausserdem, wer sie sei, dass sie einen Übergang erlebe, und damit habe sich das Thema erledigt.
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Christsein bedeute für Lederrey den Mut zu haben, sich trotz aller Hindernisse zu behaupten und zu akzeptieren. «Ich bin eine Transfrau. Aber das ist nicht meine ganze Identität. Ich bin vor Gott akzeptiert, und das reicht. Ich erwarte nicht, dass die Leute das verstehen, sondern dass sie es respektieren.»
Lederrey benötigte acht Jahre, um «zum Glauben zu finden», wie sie sagt. «Das Christentum ist Teil der Gesellschaft und bietet deshalb Heilmittel gegen die Übel dieser Gesellschaft und den Individualismus», begründet sie unter anderem ihren Entscheid. (bat)