Armeeseelsorge holt weitere Religions­gemeinschaften an Bord

Die Armeeseelsorge will künftig alle Armeeangehörigen «kompetent und adäquat» begleiten können. Sie ist deshalb eine Partnerschaft mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund und der Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz eingegangen.

Die seelsorgerliche Betreuung in der Schweizer Armee soll künftig breiter abgestützt und diverser werden. Aus diesem Grund kooperiert die Armeeseelsorge neu mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) und der Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS).

Alle Beteiligten setzten damit ein Zeichen, dass bezüglich der seelsorgerischen Betreuung für alle Religionsgemeinschaften dieselben Regeln gälten, teilte die Schweizer Armee am Montag mit. Sowohl der SIG als auch die FIDS hätten die «Grundlagen der Armee» diskutiert und stellten sich «mit Überzeugung dahinter».

«Ökumenische und interreligiöse Offenheit»

Gemäss ihren Prinzipien erwartet die Armeeseelsorge von den Partnerorganisationen, dass sie sie bei der Suche von geeigneten Mitarbeitenden unterstützen. Gleichzeitig erhalten diese das Recht, eine Kandidatin oder einen Kandidaten ihrer religiösen Gemeinschaft für die Seelsorge zu empfehlen oder abzulehnen.

Die Seelsorgenden ihrerseits sind verpflichtet, ihre Tätigkeiten ohne Unterschied zugunsten aller Angehörigen der Armee durchzuführen und deren Identität und Persönlichkeit vorurteilslos und vorbehaltlos anzunehmen. Sie sollen aber auch ihre eigene Herkunft, Identität und Überzeugung weder verstecken noch verleugnen müssen, den Hilfesuchenden in «ökumenischer und interreligiöser Offenheit» begegnen und die Gesprächsinhalte hoch vertraulich behandeln. (sda/no)