Deutschland

Erste Chanukka-Feier im Bundestag

Das jüdische Lichterfest soll ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Menschenwürde setzen.

Im deutschen Bundestag wird es in diesem Jahr erstmals eine Feier des jüdischen Lichterfestes Chanukka geben. Nach der Schoa stehe das Anzünden der Chanukka-Lichter in Deutschland in besonderer Weise für die Wiederbelebung jüdischen Lebens. Zugleich sei es ein sichtbares Bekenntnis zu Religionsfreiheit und Menschenwürde, sagte die Vorsitzende des Bernhard-Kreises, der parlamentsinternen Interessengemeinschaft für jüdisches Leben, dem Evangelischen Pressedienst. Die erste Chanukka-Feier im Bundestag solle daran anknüpfen und ein deutliches Zeichen setzen.

Die Feier soll am Montagnachmittag stattfinden. Erwartet werden unter anderem Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke), der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, und der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, Daniel Botmann.

Das jüdische Lichterfest Chanukka («Einweihung») erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem. Es dauert acht Tage und Nächte. Gefeiert wird auch das «Öl-Wunder», bei dem ein koscherer Ölrest für den Tempelleuchter wundersamerweise acht Tage lang brannte, obwohl er sonst nur für etwa einen Tag gereicht hätte. Im Gedenken daran entzünden Jüdinnen und Juden während Chanukka jeden Abend eine Kerze mehr an dem achtarmigen Leuchter. (epd/ gab)

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