EKS-Rat macht sich für erweiterte Anti-Rassismus-Strafnorm stark

Der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz befürwortet die Ausweitung des Diskriminierungsverbots auf die sexuelle Orientierung. Würden Menschen aufgrund ihrer Sexualität gezielt herabgesetzt, verletze dies ihre Würde als Geschöpfe Gottes.


Am 9. Februar stimmt die Schweiz über die erweiterte Anti-Rassismus-Strafnorm ab. Neu soll auch die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität strafbar werden. Bundesrat und Parlament empfehlen ein Ja zur Vorlage.

Für einen besseren Schutz von Menschen, die aufgrund ihrer Sexualität diskriminiert werden, tritt nun auch der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) ein. In einer Mitteilung vom 7. Januar unterstützt er die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm auf die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung.

Der Rat begründet seine Empfehlung mit dem in der Verfassung der EKS festgehaltenen Diskriminierungsverbot. Zudem verweist er auf einen Grundsatzentscheid der Abgeordnetenversammlung von Sommer 2019. Demnach sei die sexuelle Orientierung eines Menschen als «Ausdruck geschöpflicher Fülle» zu verstehen. Würden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, verletze dies ihre Würde als Geschöpfe Gottes.

Gegen die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm haben die EDU Schweiz und die Junge SVP das Referendum ergriffen. (no)